"Eine Fantasie in Rot" erzählt die Geschichte eines Künstlers, dem die leibhaftige Muse in Gestalt einer verflossenen Liebe erscheint und ihn antreibt ihr ein Bild zu widmen.

 

Getrieben von einer regelrechten Hass-Liebe zwischen den beiden, die den Maler an den Rand seines Verstandes treibt, findet er sich in einem Kreislauf des künstlerischen Schaffens gefangen. Er sieht sich gezwungen, Fehlversuch nach Fehlversuch, das perfekte Bildnis seiner großen Liebe und Inspiration zu schaffen und ihre Schönheit für alle Ewigkeit festzuhalten...


 

Der Film erweist sich als ein Versuch, eine Ode an die Kunst zu kreieren.

Er bewegt sich mit dem künstlerischen Prozess des Schaffens zwischen zwei Fronten: Einmal der Schönheit menschlicher Kreativität und dem dafür notwendigen Wahnsinn, der sich oft dahinter verbirgt. Dabei wird die Schwelle zum Surrealen durchbrochen. Dadurch ergibt sich bei diesem Projekt die Möglichkeit, mit allen Gestaltungsmitteln zu arbeiten, die auch gerade das Medium Film zu einer eigenen Kunstform machen.

 

Nicht zuletzt zeigt der Film auch die Grenzen der Freiheit in der Kunst. Der Künstler ist frei das zu schaffen, was ihm beliebt. Niemand schreibt ihm vor, wie seine Kunst auszusehen hat oder was sie ausdrücken soll.

Dennoch wirkt die Figur des Künstlers im Film alles andere als frei. Er wird zum Sklaven seines eigenen Perfektionismus, gezwungen zu malen, was ihm seine Muse befiehlt. In ständiger Angst vor der Zeit und davor in Vergessenheit zu geraten, projiziert er seine Vergangenheit auf das Bild und die Muse.